Fisch zu Viert

 Ein Moritatsachenbericht über eine höchst beklagenswerte Affäre im Jahre 1838 sowie im Märkischen bei Neuruppin

Sommer im Landhaus Merklin. Die Damen Heckendorf, unverheiratete Schwestern namens Charlotte, Cäcilie und Clementine und Besitzer einer Brauerei in Charlottenburg, sind dort soeben nebst ihres Dieners Rudolf eingetroffen. Es verspricht, wie jedes Jahr, ein schöner, geruhsamer und doch vergnüglicher Sommer zu werden. Wenngleich, - das Fehlen von Madame Schröder, der Köchin, führt zu gewissen Spannungen zwischen dem Diener und den Damen einerseits und zwischen den Damen andererseits. Darüber hinaus sollte dieses Fehlen aber noch fatale Folgen für die Damen haben. Zudem plagt Diener Rudolf den zweiten Sommer ein spitzer Husten, „irgend etwas löst sich auf“. Daher hat er den nicht leichten Sinnes geborenen Entschluß gefasst, den Dienst im Hause Heckendorf zu quittieren. Er muß, will er überleben in mildere Luft; „hin zu Eskimos und Papuas“. Einen Kindheitstraum will er verwirklichen. Kurzum, nach einer Weltreise steht sein Sinn.

Jedoch, noch fehlen ihm die Mittel, dies zu bewerkstelligen.

Die Damen Heckendorf sind zwar überrascht vom plötzlichen Abgangswillen ihres Domestiken, aber halten können (oder wollen?) sie ihn nicht. Leider, leider können sie ihm auch finanziell nicht zur Seite springen, denn „das Geld steckt im Bier“. Obwohl doch jede von ihnen Rudolf in „Zeiten eiserner Muskeln“ mit einem finanziellen Vermächtnis bedacht hatte. Auch deutlicher Druck auf die Damen, gewisse Geheimnisse publik zu machen, vermag ihren Sinn nicht zu ärn. Im Gegenteil, er scheint ihre Phantasie eher zu beflügeln für Pläne, das Geld überhaupt jemals nicht auszahlen zu müssen. Wie also an das Geld kommen? Auch Rudolf schmiedet einen Plan, den „einer Kreatur in Not“. Welcher Plan wird gelingen? Durchkreuzen sie sich, oder heben sie sich gegenseitig auf? Antwort darauf gibt die Aufführung der Komödie „Fisch zu viert“, die die Amateurbühne Hildburghausen in ihrem 40. Jubiläumsjahr zeigen wird. Fisch zu viert“ wurde 1968 von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer ursprünglich als Hörspiel geschrieben. Zwei Jahre später wurde es verfilmt und im selben Jahr als als Theaterstück in Dresden uraufgeführt. Seitdem wurde das Stück auf vielen deutschen Bühnen gezeigt. Kohlhaase, der seit langem zu den wichtigsten deutschen Filmautoren gehört, schreibt seit über einem halben Jahrhundert Geschichten für Film und Fernsehen. Für Filme wie „Sommer vorm Balkon“, „Solo Sunny“ und „Berlin - Ecke Schönhauser“ verfasste er die Drehbücher. Bereits mehrfach wurde er für sein Werk ausgezeichnet, u.a. mit dem „Helmut Käutner-Preis“ und dem „Ernst Lubitsch - Preis“.

Regie und Ausstattung Reinhard Haschlar

Die Schwestern Heckendorf

Charlotte Ina Luthardt

Cäcilie Elvira Menz

Clementine Elvira Schwamm

Der Diener

Rudolf Moosdenger Reinhard Haschlar

Moritatensänger Andreas Werner a.G.

Musik Fred Ullrich a.G.

Violine Fred Ullrich a.G.

Gitarre Udo Koch a.G.

Klavier Stefan Schäl a.G.

Maske Reinhard Haschlar

Lichttechnik Enrico Münzer

Tontechnik Georg Schleberger

Bühnentechnik Rolf Schleberger

Inspizienz Sebastian Hopf

Requisite Ina Luthardt

Souffleuse Janina Schwamm

Kostümanfertigung: Heike Conrad Gleichamberg

Bühnenbildherstellung: Mitglieder der Amateurbühne

Prospekt: xxl- digitalprint gmbh

Die Aufführungsrechte liegen beim Drei Masken Verlag GmbH München.